Gürcan Özden erhält das Promotionsstipendium Digitale Medizin der Deutschen Ärzte Finanz
Das Promotionsstipendium Digitale Medizin von Deutscher Ärzte Finanz (DÄF) und Deutscher Gesellschaft für Digitale Medizin (DGDM) e.V. feiert in diesem Jahr ein kleines Jubiläum: Bereits zum 5. Mal vergeben wir gemeinsam das Stipendium an zukunftsweisende Forschungsvorhaben im Kontext der Digitalen Medizin an junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.
Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der Onkologie
In diesem Jahr erhält Gürcan Özden das Promotionsstipendium für sein Promotionsvorhaben “A Deep Learning Framework for Breast Cancer Risk Stratification”. Sein besonderes Interesse gilt innovativen Zelltherapien sowie der Erforschung und Anwendung von Künstlicher Intelligenz in der Onkologie. Gürcan Özdens Vision ist es, durch digitale und datengetriebene Innovationen einen nachhaltigen, skalierbaren Mehrwert für Patientinnen, Patienten und die Gesellschaft zu schaffen – ganz im Sinne der Vision Zero Oncology.
Wie können Deep Learning Modelle zur Risikostratifizierung bei Brustkrebs eingesetzt werden?
Brustkrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen bei Frauen – weltweit erkrankt mittlerweile jede 8. Frau daran. Während sich viele Forschungsarbeiten auf die Früherkennung von Brustkrebs konzentrieren, widmet sich das vorliegende Promotionsvorhaben Frauen, die sich im frühen Stadium der Erkrankung befinden. Brustkrebs ist eine stark heterogene Erkrankung. „Eine präzise molekulargenetische Risikoklassifizierung ist entscheidend für eine personalisierte Therapie. Sie ermöglicht es, die Heilungschancen zu maximieren und gleichzeitig unnötige, belastende Behandlungen mit Chemotherapie und ihre Nebenwirkungen zu vermeiden“, erläutert Gürcan Özden sein Vorhaben. Ziel ist die Entwicklung einer intelligenten Software mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz, die anhand von Gewebepräparaten (gekennzeichnet durch spezielle Bilder) das Rückfallrisiko präzise vorhersagen kann. Dabei sollen verschiedene Datenquellen kombiniert werden: Bilder des Tumorgewebes und molekulare Informationen, die direkt im Gewebe sichtbar gemacht werden. Das soll helfen, bessere Prognosen zu erstellen und die Behandlung individuell auf die Patientinnen zuzuschneiden.
Gürcan Özden
Gürcan Özden studiert Humanmedizin an der Goethe Universität Frankfurt am Main und promoviert derzeit am Else Kröner Fresenius Center of Digital Health (EKFZ), Universitätsklinikum Dresden. Seine akademische Laufbahn begann er mit dem Bachelor of Science (B.Sc.) im Fach Wirtschaftsingenieurwesen, Fachrichtung Maschinenbau an der TU Darmstadt. Als Leiter des Projekts „Digitale Medizin“ setzt er sich in der Bundesvereinigung der Medizinstudierenden in Deutschland e.V. (bvmd) aktiv dafür ein, Kommilitoninnen und Kommilitonen für die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung im Gesundheitswesen zu sensibilisieren und zur aktiven Mitgestaltung zu motivieren.
In seiner Laudation im Rahmen der feierlichen Übergabe des Promotionsstipendiums an Gürcan Özden betonte Timmy Klebb, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Ärzte Finanz (DÄF): „Die Digitalisierung in der Medizin spielt in vielerlei Hinsicht eine zunehmend bedeutendere Rolle – für die Patientinnen und Patientinnen und für unsere Gesellschaft." Insbesondere die Entwicklungen der letzten vier, fünf Jahre auf diesem Gebiet haben die Entwicklung neuer Therapieansätze geradezu revolutioniert.
„Mich beeindruckt das Promotionsvorhaben von Gürcan Özden sehr, denn es will dazu beitragen, die personalisierte Krebsbehandlung zu verbessern und damit vor allem eine Behandlung für mehr Frauen weltweit zu ermöglichen“, betonte Timmy Klebb in seiner Laudatio.
Die Deutsche Ärzte Finanz wünscht Gürcan Özden für sein Promotionsvorhaben viel Erfolg und gutes Gelingen für alles, was er sich vorgenommen hat.
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