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Auslandsaufenthalt

Das Praktische Jahr im Ausland

5 Min.

Das Praktische Jahr (PJ) ist die letzte Etappe im Medizin­studium, bevor die Studie­ren­den die dritte und letzte Ärztliche Prüfung ablegen müssen. Viele nutzen die Ge­le­gen­heit, um im Ausland Berufs­er­fahrung zu sammeln. Dies erfordert jedoch genaue Planung, Fi­nan­zie­rung und Absicherung.

Das Praktische Jahr – kurz erklärt

Das Praktische Jahr (PJ) markiert den letzten Schritt im Medizin­studium und gibt angehen­den Ärztinnen und Ärzten die Chance, ihr theoretisches Wissen in der Praxis an­zu­wenden und zu vertiefen. Unter ärztlicher Anleitung erwerben sie praktische Fähig­keiten direkt am Patienten. Das Ziel ist die Vorbereitung auf die eigen­ständige ärztliche Tätigkeit unter realen Bedingungen. Voraussetzung für das PJ sind das Bestehen der ersten beiden Ärztlichen Prüfungen sowie Leistungs­nach­weise aus der klinischen Phase des Studiums. Das PJ dauert 12 Monate, startet im Mai oder November und gliedert sich in drei Tertiale zu je 16 Wochen. Die Haupt­fächer sind Innere Medizin, Chirurgie und ein Wahlfach.

Das Praktische Jahr – kurz erklärt
Auslandserfahrung im Rahmen des Studiums hat viele Vorteile – beruflich wie privat.

Wunschklinik für ein PJ im Ausland finden

Ein Praktisches Jahr im Ausland erfordert Eigeninitiative und genügend Vorlaufzeit. Zuerst gilt es herauszufinden, wo man ein PJ-Tertial oder -Semester absolvieren kann, das vom Landes­prüfungs­amt für Medizin, Psychotherapie und Pharmazie (LPA) anerkannt wird. Die Voraus­setzungen variieren je nach Bundesland, daher ist es ratsam, direkt mit der Auslands­beratung und dem zuständigen LPA zu klären, was möglich ist. Danach beginnt die Suche nach konkreten Kliniken im Ausland. Eine hervorragende Quelle für Me­dizin­stu­dierende ist das "World Directory of Medical Schools" der Welt­gesund­heits­orga­nisation. Dort sind die Studien­bedingungen und Adressen aller medizinischen Hoch­schulen weltweit aufgeführt. Sobald die potenzielle Klinik gefunden ist, müssen dort die Bedingungen für ein PJ geklärt werden - besonders wichtig ist die Dauer. Wenn es als PJ-Tertial oder -Semester in Deutschland anerkannt werden soll, darf es nicht einfach in einzelne Wochen aufgeteilt werden. Es ist entscheidend, dies im Voraus mit dem Dekanat zu besprechen.Für die Vorbereitung eines Aus­lands­aufenthalts sollte man unbedingt genug Vorlaufzeit einplanen. Als Richtlinie gilt: Mindestens ein Jahr davor (in bestimmten Kranken­häusern sind zwei Jahre emp­feh­lens­wert) mit der Planung beginnen und Bewerbungs­unterlagen mindestens drei bis sechs Monate vor dem geplanten Beginn einreichen.

Welche Bedingungen müssen die Kliniken im Ausland erfüllen?

Welche Bedingungen müssen die Kliniken im Ausland erfüllen?

Für die Anerkennung des PJs im Ausland müssen bestimmte Kriterien erfüllt sein, wie sie in der Approbationsordnung für Ärzte festgelegt sind:

  • Das ausgewählte Krankenhaus muss das Lehrkrankenhaus einer Universität sein und ausreichend Ärztinnen und Ärzte für die Gesundheitsversorgung und Ausbildung bereitstellen.
  • Die ausländische Klinik muss über eine leistungsfähige Röntgenabteilung, ein gut ausgestattetes medizinisches Labor, eine medizinische Biblio­thek, einen Sektions­raum sowie genügend Räumlichkeiten für die Betreuung und Lehre der Studierenden verfügen.
  • Es muss eine Mindestanzahl geeigneter Behandlungsplätze in den Fachgebieten Innere Medizin und Chirurgie vorhanden sein, um den Unterricht zu ermöglichen.
  • Weitere Kliniken können nach intensiver Prüfung und Absprache mit dem Dekanat akzeptiert und genehmigt werden, sofern sie die erforderlichen Standards erfüllen.

Was kostet ein PJ im Ausland?

Ein PJ im Ausland verursacht Kosten für Anreise, Unterkunft, Verpflegung und Freizeit, die stark von dem Gastland abhängig sind. Die deutschen LPAs verlangen zudem eine Immatrikulation an einer ausländischen Universität, was zu hohen Studiengebühren führen kann. Doch es existieren zahlreiche Optionen, wie Stipendien oder andere Fördermittel, um diesen Aufenthalt zu finanzieren. Es ist ratsam, sich frühzeitig um Fördermittel zu bemühen, dadurch erhöhen sich die Chancen auf finanzielle Unterstützung.

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Kosten und Finanzierung

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Welche Versicherun­gen sind für ein PJ im Ausland erforderlich?

Ohne entsprechende Ver­sicherungen ist es nicht möglich, im Ausland zu arbeiten. Dazu zählen die Berufs- und Privat­haft­pflicht­ver­sicherungen, die Unfall­ver­sicherung und eine Aus­lands­reise­kranken­ver­sicherung. Dieser Schutz ist existenziell, wenn selbst­ver­schuldeter Schaden im Ausland ent­standen ist oder medizinische Versorgung benötigt wird.

Wer ein PJ außerhalb von Deutschland absolviert, benötigt zwingend eine Auslands­kranken­versicherung, die auch für berufsbedingte Aufenthalte gilt und zeitlich mindestens die Dauer des Auslands­aufenthalts abdeckt. Zusätzlich sollte die Ver­si­che­rungs­leistung den Rück­transport in die Heimat garantieren.

Studierende können für Fehler zur Verantwortung gezogen werden und müssen unter gewissen Umständen Schaden­sersatz leisten. Daher ist unbedingt eine Berufs­haft­pflicht­ver­sicherung er­for­der­lich. Diese Ver­si­che­rung deckt entstandene Schäden oder wehrt un­gerechtfertigte Ansprüche ab. Relevant ist die Höhe der Deckungs­summe, wobei üblicherweise fünf Millionen Euro für Personen­schäden ausreichend sind. Bestimmte Länder wie die USA und Kanada verlangen besonders hohe Deckungs­summen.

Ein PJ im Ausland bedeutet nicht nur die Arbeit in der Klinik. Das Gastland bietet viele Möglichkeiten, um neue Eindrücke und Abenteuer zu erleben. Ein Unfall außerhalb der Arbeitszeit kann erhebliche Kosten verursachen. Die staatliche Unfall­versicherung, die alle Studierenden in Deutschland über die Berufs­genossen­schaft haben, gilt nicht im Ausland und deckt ohnehin nur berufliche Risiken ab. Aus diesem Grund ist eine private Unfall­ver­si­cherung notwendig, die weltweit und rund um die Uhr Risiken in der Freizeit absichert. Sie sollte unbedingt auch einen Schutz bei Invalidität und die Deckung von Bergungskosten umfassen.

Medizin im Ausland studieren – sicher mit dem Rundum-Schutzpaket

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