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Erfolgreich im Team

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Wer als Existenzgründer in eine Berufs­ausübungs­gemein­schaft (BAG) einsteigt, profitiert vom ersten Tag an von den fachlichen, persönlichen und wirtschaftlichen Vorteilen des Kooperations­modells. Das macht den Einstieg in die Nieder­lassung leicht und nützt auch den etablierten Partnern. Bestes Beispiel: die „Campus­orthopäden“ aus Erding.

Gemeinsam die eigene Praxis planen

Ein Dienstag im Frühjahr 2020, kurz nach 19 Uhr. In ihrer „Praxis für Orthopädie und Chirurgie Campus Erding“ warten Dr. Ludwig Brunnlechner, Dr. Alexander Griebl und Dr. Ivo Lohmann auf den Steuerberater. Der Tag war lang, Sprechstunden und Operationen standen an und nun wird man noch ein, zwei Stunden über Finanzielles reden müssen. Trotzdem ist die Stimmung entspannt, fast ein wenig ausgelassen. Keine Frage: Hier sitzen Kollegen zusammen, die sich gut verstehen. „Und das, obwohl wir jeden Tag zusammenarbeiten“, sagt Brunnlechner unter allgemeinem Gelächter.

Orthopäden arbeiten in einer BAG

Die Orthopäden betreiben ihre Praxis als Berufs­ausübungs­gemeinschaft (BAG). Neben dem Standort in Erding gibt es noch einen weiteren im nahegelegenen Dorfen. Beide sind freundlich und modern ausgestattet; alle Behand­lungs- und Operations­räume entsprechen den neuesten Standards. Brunnlechner hat sich hier schon 2002 niedergelassen, zunächst mit einem anderen Partner. Als dieser vor einigen Jahren in den Ruhestand ging, stiegen Lohmann und später Griebl in die Berufs­ausübungs­gemeinschaft ein.

Auf einen Blick: Die Merkmale der BAG

In einer BAG schließen sich Ärzte mit Kollegen gleicher oder anderer Fachrichtung zwecks gemeinsamer Berufs­ausübung zusammen. Die Zahl der Partner ist bei vorhandenem Arztsitz unbeschränkt. Es gibt einen Praxisstandort für alle BAG-Partner; Räume, Geräte und Personal werden gemeinsam genutzt. Zweigpraxen und Neben­betriebs­stätten sind aber möglich. Die Ärzte betreuen einen gemeinsamen Patienten­stamm und rechnen gemeinsam mit der Kranken­versicherung ab. Flexible Arbeitszeiten und Teilzeit sind möglich. Jeder Partner kann Kollegen und Weiterbildungs­assistenten beschäftigen. Die Grundlage der BAG ist ein Gesell­schafter­vertrag, der bei der Ärzte­kammer vorgelegt und vom Zulassungs­ausschuss der KV genehmigt werden muss.

„Gemeinsam können wir ein viel breiteres Spektrum anbieten.“

„Gemeinsam können wir ein viel breiteres Spektrum anbieten.“

Dr. Ludwig Brunnlechner ist seit 2002 in Erding niedergelassen.

Optimale Vorbereitung für die gemeinsame Praxis

„Der Kontakt kam damals über private Netzwerke zustande. Ich hatte gehört, dass mein Vorgänger einen Nachfolger sucht und habe mich dann erstmal für eine Anstellung beworben“, schildert Lohmann. Eine Zeit lang arbeitete er – wie auch Griebl – angestellt in der Praxis, bevor er selbst einstieg. „Das war optimal, weil wir uns so einen realistischen und wirklich tiefen Einblick verschaffen konnten“, sagt Lohmann. „Wie sehen die Abläufe in der Praxis aus, was muss man organisatorisch stemmen?  Passt es medizinisch? Wie ist die wirtschaftliche Lage? Und natürlich auch: Wie klappt die Zusammenarbeit?“ Auf dieser Grundlage sei die Entscheidung für eine Selbstständigkeit in der BAG letztlich leicht gefallen.

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Vom angestellten Arzt zum Unternehmer

Ein wichtiger Faktor war dabei auch, dass der Einstieg in eine etablierte Praxis mit erfahrenem Partner einen relativ sanften Übergang vom Angestellten­verhältnis ins Unternehmer­tum ermöglicht. „Als Einzel­kämpfer muss man sich erstmal auf eine ziemliche Durststrecke einstellen, bis der Laden läuft. Das habe ich bei vielen ehemaligen Kollegen gesehen“, sagt Griebl. „Ich hatte dagegen sofort eine funktio­nie­ren­de Infrastruktur zur Verfügung, konnten mich an den organisatorischen und betriebs­wirtschaftlichen Teil erstmal heran­tasten und auch medizinisch noch einiges von meinem Vorgänger lernen. Das hat die Sache schon ganz schön erleichtert.“

Kooperationsmodelle im Trend

Mit ihrem Kooperations­modell liegen die Erdinger im Trend. Wurden 2013 noch 58 Prozent aller Nieder­lassungen als Einzel­praxis gegründet, sind es heute nur noch knapp die Hälfte. Der Rest verteilt sich auf verschiedene Kooperations­formen. Neben der BAG sind das vor allem die Praxisgemeinschaft und das Medizinische Versorgungs­zentrum (MVZ). Außerdem tun sich auch Einzel­praxen immer öfter zu Praxis­netzwerken zusammen. 

Erfolgreich eingestiegen

„Jeder von uns kann sich weitgehend auf seine Stärken und Interessen konzentrieren.“

Dr. Ivo Lohmann

BAG: Attraktiv für Ärzte und Patienten

Für Lohmann ist das keine Überraschung. Die Vorteile der Zusammen­arbeit lägen schließlich auf der Hand. „In einer Praxis wie unserer sind die Kosten und die Arbeits­belastung verteilt, man muss nicht alles alleine stemmen, kann sich auch mal gegen­seitig vertreten“, meint er. „Dadurch sind wir flexibler, haben mehr Freiräume – auch für Privates – und können bei der Aufgaben­verteilung berücksichtigen, wer welche Stärken und Interessen hat.“ Das mache auch medizinisch und wirtschaftlich Sinn, ergänzt Brunnlechner: „Als Team decken wir das gesamte orthopädische Spektrum ab, unterhalten zwei Praxis­stand­orte und sind als Belegärzte am Kranken­haus aktiv. Das macht uns für Patienten natürlich attraktiv und erhöht unsere Verdienst­möglichkeiten. Allein wäre das gar nicht zu schaffen.“ Last but not least ist da noch der fachliche Austausch: Einfach mal schnell den Kollegen dazuholen oder bei einem Kaffee einen komplizierten Fall besprechen zu können, sei sehr wertvoll, finden alle drei BAG-Partner.­

Herausforderungen und Konflikte gemein­sam meistern

Bei allen Vorteilen birgt die BAG natürlich auch Heraus­forderungen und Konflikt­potenzial. Schließlich arbeiten die Partner eng zusammen, stehen gemeinsam in der medizinischen und wirtschaft­lichen Verantwortung – und sind auf gemeinsame Rechnung aktiv. Wie wollen wir unsere Praxis­gemeinschaft wirtschaftlich ausrichten? Welche medizinischen Schwer­punkte setzen wir? Stimmen die Prozesse noch? In welche Ausstattung investieren wir? Auf solche und viele andere Fragen müssen die Partner immer wieder gemeinsame Antworten finden.

Enge Begleitung durch Berater war Gold wert

Damit das gut läuft, muss nicht nur die persönliche Chemie stimmen, sondern auch das rechtliche und finanzielle Fundament. Für alle Fragen rund um Existenzgründung, Finanzierung und Versicherung haben sich die „Campus­orthopäden“ Unterstützung bei der Deutschen Ärzte Finanz geholt.  „Ganz ehrlich“, sagt Lohmann. „Ohne unseren Berater hätten wir das gar nicht geschafft. Er hat uns in der Nieder­lassungsphase eng begleitet, war für alle Fragen und Probleme immer ansprechbar und konnte schnell und kompetent weiterhelfen.“ Wichtig sei auch seine Rolle als Mediator bei den Ver­hand­lungen rund um die Praxis­übergabe gewesen, meint Brunnlechner: „Da ist es schon gut, einen neutralen Außen­stehenden dabeizuhaben, der erklärt, was wichtig ist und auch schon mal falsche Vorstellungen auf beiden Seiten zurechtrückt.“ Das gute Verhältnis hat sich weit über die Existenz­gründungs­phase von Griebl und Lohmann erhalten; auch heute noch steht der örtliche Repräsentant der Deutschen Ärzte Finanz den BAG-Partnern mit Rat und Tat zur Seite.

Eine richtig gute Perspektive

Für die nahe Zukunft streben die „Campus­orthopäden“ eine Konsoli­dierungs­phase an. „Wir haben in den letzten Jahren deutlich expandiert und jetzt eine verträgliche Größe erreicht“, skizziert Alexander Griebl die Pläne. „Jetzt geht es darum, das Angebot zu optimieren, effizienter und dadurch eher ein bisschen weniger zu arbeiten, und dabei den Ertrag zu halten.“ Ist das machbar? „Ja“, meinen die Partner. „Und eine richtig gute Perspektive.“

Starke Partner

„Der Übergang in die Selbst­ständigkeit war dank BAG soft.“

Dr. Alexander Griebl

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