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NACHHALTIGE ALTERSVORSORGE

Das blaue Wunder

5 Min.

Meere und Gewässer zählen zu den vielen Ökosystemen, die von Klimawandel und Natur­zerstörung bedroht sind. Mit einer nachhaltigen Kapital­anlage kann man zu ihrem Schutz beitragen, die grüne Transformation der Wirtschaft fördern – und ganz nebenbei gut für das eigene Alter vorsorgen.

„Stirbt der Hai, stirbt letztendlich auch der Mensch“

Das sagt Marc Momberg. Der leidenschaftliche Taucher leitet das Portfolio­management der apoAsset. Unter Wasser erlebt er die Schönheit und Vielfalt der Natur, aber zunehmend auch deren Zerstörung. Deshalb engagiert sich Marc Momberg für den Schutz der Meere und insbesondere der Haie, die von Klimawandel, Wasser­verschmutzung und grausamen Praktiken in der Fischerei bedroht sind. Für den Finanz­experten ist klar: „Wir können nicht gegen die Natur leben, sondern nur mit ihr. Das weiß jeder, der schon einmal der Gewalt von Wellen und Strömung ausgesetzt war.“ Ein wichtiges Mittel, um die Ozeane und ihre Bewohner zu schützen, sind für Marc Momberg nachhaltige Kapital­anlagen. Die Meeres­wirtschaft, auch Blue Economy genannt, bietet dafür sehr gute Rahmen­bedingungen. Experten beziffern ihren Umsatz schon heute auf 2,4 Billionen US-Dollar jährlich und prognostizieren für die Zukunft ein weiteres, starkes Wachstum. „Mit nachhaltigen Kapital­anlagen kann man Unternehmen fördern, die den Lebensraum Meer verantwortungsvoll nutzen, und gleichzeitig gute Chancen für die Vermögens­anlage und die Altersvorsorge schaffen“, erklärt Marc Momberg. Seit Kurzem investieren die Multi-Asset-Dachfonds der apoAsset deshalb in einen Aktienfonds mit besonders nachhaltigen Unternehmen der Meereswirtschaft.

Marc Momberg

Marc Momberg

Er leitet das Portfolio­management der apoAsset, die Fonds­gesellschaft der Deutschen Ärzte­versicherung und der apoBank. In dieser Funktion verantwortet er auch die Multi-Asset-Fonds. Das britische Fachmagazin Citywire kürte ihn mehrfach zu einem der führenden Fondsselektoren Europas, zuletzt im Mai 2021. Privat ist Marc Momberg begeisterter Taucher und unterstützt die Initiative „Stop Finning EU“, um die Verstümmelung und Tötung von Haien zu stoppen. Mit Ihrer Stimme können auch Sie dazu beitragen, diese grausamen Praktiken zu beenden: www.stop-finning.com

Marc Momberg

Nachhaltige Kapital­anlagen boomen
Waren Ende 2005 in Deutschland nur rund fünf Milliarden Euro nachhaltig investiert, lag die Summe zehn Jahre später schon bei 69 Milliarden. Zwischen 2017 und Ende 2019 hat sich das Volumen von 92,1 auf 183,5 Milliarden Euro noch einmal fast verdoppelt. Gesetzliche Regelungen auf deutscher und europäischer Ebene haben diese Entwicklung beflügelt und treiben sie weiter voran. Seine Ursache hat der Trend aber auch in einer veränderten Nachfrage. Immer mehr Anlegerinnen und Anleger möchten für ihr Alter finanziell vorsorgen und damit gleichzeitig Gutes tun. Sie achten darauf, dass die Vermögens­anlage ethischen, sozialen und ökologischen Maßstäben folgt. Jüngeren Menschen ist dies besonders wichtig. Laut einer Studie von YouGov Deutschland spielt Nachhaltigkeit für 45 Prozent der unter 40-Jährigen eine entscheidende Rolle bei der Geldanlage. Doch auch in den älteren Generationen der Babyboomer und der sogenannten Generation X bevorzugen immerhin 36 Prozent ein grünes Investment.
 Breite Angebots­palette
Apropos „grün“: Der Begriff hat sich in der Finanzwelt als Synonym für „nachhaltig“ eingebürgert. Dabei geht es bei nachhaltigen Vermögens­anlagen nicht nur um Umwelt- oder Klimaschutz. Eine wichtige Rolle spielen auch soziale Aspekte – wie faire Löhne, gute Arbeitsplatz­bedingungen oder Geschlechter­gerechtigkeit – und eine verantwortungsvolle Unternehmens­führung. Waffenhandel und Kinderarbeit sind im Rahmen von nachhaltigen Investments selbstverständlich tabu. Seriöse Anbieter von Anlageprodukten prüfen genau, wie verantwortungsvoll die Unternehmen, in die sie investieren, in diesen Bereichen handeln. Dazu legen sie die sogenannten ESG-Kriterien an, die sich an den Global Development Goals der Vereinten Nationen (UN) orientieren. Mit ihnen lässt sich die Nachhaltigkeit von Unternehmen transparent und nachprüfbar vergleichen. ESG steht für die englischen Begriffe Environment (Umwelt), ­Social (Soziales) und Governance (Unternehmens­führung). Anlageprodukte, die dieses Kürzel tragen, sind nach den entsprechenden Kriterien geprüft.

Die Meere und ihre Bewohner – hier ein majestätischer Mantarochen – sind bedroht. Wirtschaftliche Anreize können dazu beitragen, die faszinierende Unterwasser­welt zu schützen und zu erhalten. Dieses Foto wurden uns vom Hobby-Taucher Marc Momberg zur Verfügung gestellt.

Eine Branche in Bewegung
Die entsprechenden Regulierungen in der Finanz­branche entwickeln sich gerade sehr dynamisch, vieles ist derzeit im Fluss. Für Marc Momberg und sein Team ist die ESG-Einstufung ein wichtiger Faktor bei der Auswahl der passenden Produkte für ihre Fonds. Sie verfolgen dabei einen mehrstufigen Ansatz. „Wir sind ständig im Dialog mit mehr als 400 Portfolio­managern weltweit und fragen bei ihnen nicht nur die wirtschaftlichen Kennzahlen, sondern auch qualitative Details ab“, schildert Marc Momberg. Sogar persönliche Fragen legen er und seine Mitarbeitenden den Managern vor. „Wir möchten wissen, wie die Menschen hinter den Produkten ticken und wie wichtig ihnen Nachhaltigkeit persönlich ist“, so Marc Momberg. Im Grunde sei die Arbeit dem Tauchen sehr ähnlich. „Wir bleiben nicht an der Oberfläche, sondern müssen wirklich in die Tiefe gehen, um Chancen und Risiken zu entdecken.“ Zum einen schließt sein Team bestimmte Geschäfte aus, zum anderen verfolgt es einen Best-in-Class-Ansatz. Das heißt: Bei vergleichbaren ­Investitionsmöglichkeiten kommen diejenigen zum Zug, die die Nachhaltigkeitskriterien stärker berücksichtigen. Diese aufwendige Arbeitsweise schafft Vertrauen bei Anlegern, aber auch bei Fonds­managern und Unternehmen. „Durch den intensiven Dialog tragen wir indirekt dazu bei, dass sich die Branche und damit letztlich auch Unternehmen immer nachhaltiger aufstellen“, sagt Marc Momberg.
 Die Rendite muss stimmen
Lebens­standard auch im Ruhestand sichern. Lange galten ESG-Anlagen im Vergleich zu klassischen Produkten als weniger ertragreich. Doch das stimmt längst nicht mehr. Inzwischen zeigen viele Studien, dass nachhaltige Investments in der Vergangen­heit nicht schlechter und häufig sogar etwas besser abschnitten als traditionelle. Auch während der Corona­pandemie haben sie sich als sehr stabil erwiesen. Ein Grund dafür ist, dass nachhaltig aufgestellte Unternehmen oft in dynamischen Wachstums­märkten mit guten Perspektiven aktiv sind. Außerdem spricht ihr günstiges Risikoprofil für sie, erläutert Marc Momberg: „Das Kapital fließt immer dorthin, wo die Chancen am größten und die Risiken am geringsten sind. Unternehmen, die nachhaltig agieren, senken ihre Risiken. Der Chemiekonzern, der auf biologisch abbaubare Stoffe umstellt, wird zum Beispiel keinen verheerenden Chemieunfall mit den entsprechenden Folgekosten und Reputations­schäden mehr verursachen. Geringere Risiken werden an der Börse mit einer besseren Wert­entwicklung und geringeren Kurs­schwankungen belohnt. Das zieht neue Investitionen an, was wiederum ein Anreiz für andere Unternehmen ist, ihre Standards ebenfalls zu verbessern. So entsteht ein Nachhaltigkeitskreislauf, der sich selbst verstärkt. Und gute Rendite für Anleger bringt.“ Diese Chancen nutzen aktuell noch relativ wenige Menschen in Deutschland. Denn obwohl gerade unter 40-Jährige nachhaltig investieren möchten, haben das derzeit nur etwa 15 Prozent von ihnen tatsächlich getan. Ein Grund: Viele fühlen sich mit dem Thema Alters­vorsorge generell überfordert und von Politik und Medien nicht ausreichend darüber informiert. Dadurch drohen nicht nur Versorgungs­lücken im Alter, sondern auch Verzögerungen bei der nachhaltigen Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft. Schließlich tragen ESG-Anleger erheblich dazu bei, dass nachhaltig wirtschaftende Unternehmen prosperieren und die Zukunft positiv gestalten können.

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Altersvorsorge richtig planen

Ärzte und Ärztinnen stehen bei ihrer Vorsorgeplanung vor einer Fülle von Optionen. Es gilt, die richtigen auszuwählen. Gleiches betrifft auch Zahnärzte, Tierärzte und Apotheker.

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Investitionen der Erstversicherer in erneuerbare Energien (in Mrd. €)

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Nachhaltige Vorsorge konkret

Grundsätzlich gelten für eine nachhaltige Alters­vorsorge dieselben Prinzipien wie für eine klassische. Anlegerinnen und Anleger sollten nicht alles auf eine Karte setzen, sondern ihre Investitionen möglichst breit über verschiedene Themen, Branchen und Regionen streuen. Das ist auch im ESG-Bereich kein Problem mehr, denn die Angebotspalette ist enorm. Allein 2020 sind noch einmal 249 neue Fonds hinzugekommen, die den Nachhaltigkeits­kriterien entsprechen. Wer sich gern mit Finanzen beschäftigt, kann aus dieser riesigen Auswahl selbst die Produkte heraussuchen, die den eigenen Vorstellungen entsprechen, und sein Geld direkt investieren. Die Auswahl und vor allem das langfristige Management einer solchen Anlage erfordern jedoch viel Know-how und Zeit. Bequemer und sicherer sind Investitionen in eine private, fonds­gebundene Renten­versicherung. Diese professionell gemanagten Produkte sind speziell auf die Alters­vorsorge ausgerichtet und verbinden die Chancen des Kapitalmarktes mit den Vorteilen einer Versicherung. In der Regel bieten sie vielfältige und flexible Anlage­möglichkeiten und können über die Laufzeit immer wieder an das persönlich gewünschte Nachhaltigkeits- und Risiko­profil angepasst werden. Auch der Zeitpunkt und die Modalitäten der Rentenauszahlung lassen sich individuell gestalten.

Für Marc Momberg sind grüne Kapital­anlagen ein entscheidender Baustein, wenn es um die persönliche Altersvorsorge und um die Förderung von Nachhaltigkeit geht. Zusätzlich könne jeder im eigenen Alltag noch viel tun, um Umwelt und Klima zu schützen. „Bei mir ist das der Einsatz für Haie und die Unterwasserwelt, bei anderen vielleicht ein fester Tag ohne Streaming oder Auto in der Woche“, meint Marc Momberg. „Hauptsache ist, dass man etwas tut – und zwar ganz prag­matisch und lebensnah.“ Seine Zuversicht hat er trotz Klimakrise und anderer großer Heraus­forderungen nicht verloren. „Menschen waren immer mit Wandel konfrontiert und haben ihn positiv gestaltet. Warum sollten wir das jetzt nicht schaffen?“

Die Beraterinnen und Berater der Deutschen Ärzte Finanz informieren Sie gern über Möglichkeiten, durch nachhaltige Kapital­anlagen für das Alter vorzusorgen. Unten bieten wir Ihnen mehrere Möglichkeiten, mit uns in Kontakt zu treten.

Wie Versicherungen das Klima schützen

Die Versicherer wollen signifikant dazu beitragen, dass die EU bis 2050 klimaneutral wird. Dazu bringen sie besonders gute Voraussetzungen mit: Das Minimieren von Risiken ist ihr Kerngeschäft. Außerdem zählen sie zu den weltweit größten Kapital­anlegern und können mit ihren Investitionen die grüne Transformation aktiv vorantreiben. In einer gemeinsamen Initiative, an der auch die Deutsche Ärzte­versicherung beteiligt ist, haben sich Versicherer auf folgende Ziele geeinigt: Klima­neutrales Arbeiten mindestens an allen deutschen Standorten bis 2025 CO2-Reduktionen in den Portfolios schon bis 2025 und dann fortlaufend Treibhausgas­neutralität der Kapitalanlagen bis 2050 Zunehmender Fokus auf Nachhaltigkeit beim Versichern von Risiken aus Industrie und Gewerbe Einbringen der Risiko­expertise von Versicherern in die Entwicklung von Präventions- und Anpassungs­maßnahmen gegen den Klimawandel.

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