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Vorsorge & Vermögen

Betriebsrente in der Arztpraxis: Ein Mittel zur Mitarbeiterbindung

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Christoph Schäfer
von Christoph Schäfer
Kommunikation
Zwei Ärzte und eine Ärztin stehen entspannt an einem Empfangstresen einer Arztpraxis und lachen herzlich.
Das Team der orthopädischen Gemeinschaftspraxis Dr. Beger und Dr. Behrendt im oberbayerischen Freilassing tauscht sich regelmäßig aus und hat im Praxisalltag eine ansteckend gute Laune.

Ein gut eingespieltes Praxisteam kann alles bewältigen. Doch Ärztinnen und Ärzten fällt es zunehmend schwer, qualifiziertes Personal zu finden und Mitarbeitende langfristig zu halten. Wir haben eine Praxis besucht, die den Zusammenhalt ihres Teams erfolgreich durch betriebliche Altersvorsorge fördert. „Unsere Medizinischen Fachangestellten sorgen für reibungslose Abläufe in der Praxis, wir sorgen für deren finanzielle Sicherheit im Alter.“

Arztpraxis berichtet über eigene Erfahr­ungen mit der bAV

Es ist ein normaler Mittwochnachmittag in der orthopädischen Gemeinschaftspraxis Dr. Beger und Dr. Behrendt im oberbayerischen Freilassing. Die Ärzte und Mitarbeiterinnen spurten durch den langen Flur und betreuen Patientinnen und Patienten. Das Telefon klingelt. Und zusätzlich haben sie nun auch noch Besuch, der sie heute begleitet, um mit ihnen über ihre Erfahrungen mit der GesundheitsRente zu sprechen. Trotzdem strahlt das Team eine Ruhe aus, die sich beim Betreten der Praxis sofort überträgt. Was ist das Geheimnis dieser Harmonie?

Zwei Männer in weißen Polohemden stehen nebeneinander uns blicken in de Kamera.

Dr. Holger Beger & Dr. Christian Behrendt

Das eingespielte Ärzteduo der Orthopädiepraxis in Freilassing ist auf nichtoperative Eingriffe spezialisiert. Eine gut funktionierende Praxis kann es nach den beiden nur mit einem zufriedenen Team geben.

Wie Arztpraxen dem Fachkräftemangel entgegenwirken

Lange stressige Tage sind in vielen Arztpraxen eher die Regel als die Ausnahme. Ein Grund dafür ist der zunehmende Fachkräftemangel, der Praxisteams an ihre Belastungsgrenze bringen kann. Laut einer Studie von Pricewaterhouse Coopers droht dem Gesundheitswesen in Deutschland innerhalb der nächsten zehn Jahre eine Versorgungslücke von 1,8 Millionen Stellen – das entspricht jeder dritten Fachkraft, die im Gesundheitssektor benötigt wird. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung berichtet, dass die Hälfte aller Praxen in Berlin Schwierigkeiten haben, offene Stellen zu besetzen. Auch in Bayern wird vor einer alarmierenden Entwicklung gewarnt. 
Obwohl die Arbeit in Praxen von einer Mehrzahl der Medizinischen Fachangestellten als attraktiv angesehen wird, entscheidet sich eine wachsende Zahl für Anstellungen bei Krankenkassen, Gesundheitsverwaltungen oder ähnlichen Einrichtungen. Als häufigster Grund werden finanzielle Aspekte angegeben. Dementsprechend wird es für Arztpraxen immer wichtiger, Anreize zu bieten, um Angestellte langfristig zu binden oder neues Personal zu werben. Die Praxis von Dr. Beger und Dr. Behrendt hat dafür eine erfolgreiche Strategie gefunden.

Harmonie in der Arztpraxis

Holger Beger hat die Praxis 2004 von einem ortsansässigen Orthopäden übernommen. Zehn Jahre später kam Christian Behrendt hinzu, seit zweieinhalb Jahren werden sie durch die Orthopädin Sandra Sirghi unterstützt. Die Praxis konzentriert sich hauptsächlich auf klassische nichtoperative Behandlungen. Freilassing liegt nur wenige Kilometer von Salzburg entfernt. Die Gegend ist ländlich geprägt, die örtliche Regionalbahn weist Stauraum für Ski aus. Den statistischen Eckdaten zufolge sollte hier Personalnot herrschen, aber das Team der Praxis ist personaltechnisch gut aufgestellt und die Stimmung in der Belegschaft spürbar positiv. 
„Wir legen sehr großen Wert auf Harmonie“, sagt Dr. Behrendt. „Wir sehen täglich sehr viele Patientinnen und Patienten, da ist es ganz wichtig, dass wir uns auf unsere Mitarbeiterinnen verlassen können.“ Dass eine maßgeblich vom Staat geförderte Betriebsrente ein wichtiger Pfeiler für ein gutes Arbeitsklima ist, haben die Ärzte früh erkannt – und sich von ihrem Berater der Deutschen Ärzte Finanz zur betrieblichen Altersversorgung für Medizinische Fachangestellte beraten lassen.

Interview

Betriebsrente für MFAs, ZFAs und TFAs

Die beiden Orthopäden zu den Vorteilen einer betrieblichen Altersvorsorge in ihrer Arztpraxis.

Warum ist die be­trieb­liche Alters­vorsorge für Arzt­praxen so wichtig?

Als spezielle betriebliche Altersversorgung (bAV) für die medizinischen Fachberufe hat sich die GesundheitsRente etabliert. Wie alle Betriebsrenten wird sie sehr stark vom Staat gefördert. Mit dem Ergebnis, dass Angestellte, gemessen am geringen finanziellen Aufwand, eine besonders lohnenswerte Zusatzrente zur gesetzlichen Rentenversicherung erhalten. Arbeitgeber können dabei wählen, ob sie eine rein arbeitgeberfinanzierte bAV anbieten oder ob die Mitarbeitenden an der Beitragszahlung beteiligt werden sollen. 
Der Vorteil in beiden Fällen: Die Arbeitgeber führen die Beiträge direkt vom Bruttolohn ab und entrichten daher auf die Beiträge keine Sozialabgaben oder Steuern und sparen so Lohnnebenkosten. Zusätzlich können sie die Beiträge als Betriebsausgaben steuerlich geltend machen. Die Beispielrechnung zeigt, dass der Staat einen großen Teil der Beitragszahlung für die Betriebsrente übernimmt.

Geringe Kosten, hoher Ertrag

Die Steuererstattung hält die Kosten einer betrieblichen Altersversorgung für Arbeitgeber gering. Ein Rechenbeispiel*:

Gesamtbetrag pro MFA p.a.  1.200
– Steuererstattung aus Betriebs­ausgaben (30 % aus 1.200 €) -360
Nettoaufwand des Arbeitgebers 840

* Ein Arbeitgeber bietet eine arbeitgeberfinanzierte bAV in Höhe von 1.200 Euro Jahresbeitrag an (100 Euro monatlich). Der Unternehmenssteuersatz der Praxis liegt bei 30 %. Somit können Beiträge bis zu diesem Satz geltend gemacht werden, das heißt: 360 Euro. Der Nettoaufwand beträgt für die Praxis daher nur 840 Euro.

Auch eine spätere Erhöhung der Einzahlung in die betriebliche Altersvorsorge ist für Fachkräfte möglich. Der Betrag kann beliebig festgesetzt werden und wird ebenfalls vom Bruttolohn, ohne zusätzliche Steuer- oder Sozialabgaben, in die Vorsorge eingezahlt. Für eine medizinische Fachkraft kann eine Einzahlung von 100 Euro pro Monat in die GesundheitsRente am Ende ihres Arbeitslebens ein Plus von nahezu 200 Euro mehr Rente bedeuten. Eine attraktive Investition in die Zukunft, die gleichzeitig die Bindung an die Praxis steigert.

Im Praxisteam von Dr. Beger und Dr. Behrendt sind an diesem Tag drei Generationen vertreten. Graciella Helminger, 48, betont, wie wichtig der Zusammenhalt im Team ist. „Die Abläufe funktionieren besser, wenn man sich gut versteht und sich aufeinander verlassen kann.“ Dann fügt sie hinzu: „Vor allem, wenn es mal stressig wird“, und muss lachen. Ihre Kolleginnen pflichten ihr bei. Leonie Macho ist mit 22 Jahren die Jüngste im Team und hatte sich bis vor Kurzem noch nicht viele Gedanken um ihre Absicherung im Alter gemacht. „Das Thema wurde bei einer der Teambesprechungen angesprochen, darüber bin ich darauf aufmerksam geworden“, sagt sie.

Drei Frauen unterschiedlichen Alters sitzen nebeneinander. Zwei Frauen trage einen Kasak, eine Frau einen weißen Hoodie
Ein Teil des Praxisteams: Christina Miekautsch (links), Graciella Helminger (Mitte) und Leonie Macho (rechts).

Vorteile der be­trieb­lichen Alters­vor­sorge für Praxen und Angestellte

„Es ist den Ärzten wichtig, der Belegschaft dieses Thema nahezubringen“, fügt Christina Miekautsch hinzu. Miekautsch arbeitet seit über 50 Jahren in Arztpraxen, seit 2004 bei Dr. Beger und Dr. Behrendt. Die Rentnerin muss eigentlich gar nicht mehr arbeiten. Es ist auch nicht das Geld, das die 80-Jährige antreibt. Sie liebt diese Arbeit einfach immer noch und will vor allem das Team nicht missen, auch wenn sie mittlerweile nur noch wenige Stunden pro Woche aushelfen kann. Die Frauen im Praxisteam unterstützen sich gegenseitig mit ihren Erfahrungen.
Übereinstimmung herrscht außerdem darüber, dass die zusätzliche Absicherung durch die GesundheitsRente finanzielle Sorgen nimmt, egal, ob man wie im Fall von Christina Miekautsch schon davon profitiert oder es wie für Leonie Macho noch weit in der Zukunft liegt. „Es ist eine Sache weniger, über die man sich im Alltag Gedanken machen muss“, attestiert Graciella Helminger. Dankbar sind alle drei, dass sie nach dem initialen Gespräch, in denen ihr Berater der Deutschen Ärzte Finanz alles Wichtige erklärte, keinen weiteren Aufwand mehr damit hatten. Die GesundheitsRente würden sie allen Kolleginnen und Kollegen empfehlen. Sie sind sich ebenso darin einig, dass ihre Praxis als Arbeitgeber dadurch attraktiver wird.

Mitarbeitermotivation und Teamförderung durch Betriebsrente

Auch Dr. Beger und Dr. Behrendt sind von der Wirksamkeit der GesundheitsRente als Instrument der Mitarbeiterbindung überzeugt. „Es zeigt unser ehrliches Interesse am Wohlergehen und der langfristigen Absicherung unserer Mitarbeiterinnen. Was wir als Arbeitgeber an zusätzlichen finanziellen Vorteilen beitragen können, das ermöglichen wir ihnen auch gern“, so Dr. Beger. Dr.  Behrendt ergänzt: „Gerade vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels ist es für uns auch wichtig, etwas anzubieten, das andere vielleicht nicht anbieten.“ 
Dass dieses Angebot als zusätzlicher Anreiz aufgenommen wird, merke man zum Beispiel an positiven Reaktionen darauf in Bewerbungsgesprächen. In Zeiten, in denen auch in der Praxis von Dr. Beger und Dr. Behrendt weniger Bewerbungen eingehen, ist das wertvoll. „Darüber hinaus ist die GesundheitsRente auch für uns ein finanzieller Vorteil, der niedrigere Lohnnebenkosten bedeutet. Das macht es für uns als Gesamtpaket sehr stimmig und zu einer Win-win-Situation“, sagt Dr. Beger.

Drei junge Frauen und ein junger Mann stehen nebeneinander und Blicken in die Kamera
TIPP

Alles, was Sie zur bAV in der Arzt­praxis müssen

Alles, was Sie als Arbeitgeber zur betrieblichen Altersversorgung (bAV) wissen sollten, warum eine bAV sowohl für Arbeitgeber und Angestellte eine gute Wahl ist und was rechtlich beachtet werden sollte finden Sie auf der umfangreichen Website bAV in der Arztpraxis.
Natürlich informiert Sie auch Ihre Beraterin bzw. Ihr Berater der Deutschen Ärzte Finanz persönlich rund um die bAV für Medizinische Fachangestellte.

Wenig Aufwand, viel Wirkung: Die praktische Umsetzung

Und wie ihre Fachkräfte sind auch die Ärzte froh über den niedrigen Aufwand. „Unser Berater der Deutschen Ärzte Finanz bespricht die Konditionen direkt mit den Mitarbeitenden und setzt alles auf. Wir haben durch das Thema GesundheitsRente fast keine Arbeit“, so Dr. Behrendt. 
„Wir sind in einem kleinen Ort, daher läuft viel über Mund-zu-Mund-Propaganda“, so Dr. Beger. Über die Jahre konnte sich die Praxis durch ihre vielfältigen sozialen und finanziellen Angebote einen guten Ruf aufbauen, der ihnen dabei hilft, trotz Fachkräftemangel qualifizierte Mitarbeitende zu finden. Das Ergebnis ist ein herzliches Miteinander in einem perfekt eingespielten Team.


Abbildungen 1-4: Thi Thuy Nhi Tran

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